Sie sind hier: HomeThemenSmart Energy

Wasserzähler für das Smart Home: Statische Wasserzähler verhindern Ressourcen-Verschwendung

Statische Wasserzähler für das private Heim sind dabei, die mechanischen Zähler traditioneller Bauart zu verdrängen. Denn sie versprechen eine bessere Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sowie sinkende Kosten. Damit tragen sie entscheidend dazu bei, Ressourcen zu sparen.

Mit dem Einzug von Smart Metern und dem Smart Grid gewinnt die Echtzeitüberwachung und -steuerung immer mehr an Verbreitung. Der Echtzeitzugriff auf Informationen ist nicht nur für die Versorgungsunternehmen nützlich, sondern auch für deren Kunden. Denn Echtzeitmessungen und Statusmeldungen erlauben es den Verbrauchern, sowohl die Folgewirkungen ihrer Entscheidungen zu verstehen als auch problematische Zustände zu erkennen.

Zeitgleich mit der Nachfrage nach intelligenteren Diensten erhebt sich die Forderung nach höherer Genauigkeit, um Verluste vermeiden zu können. Immerhin wird geschätzt, dass allein in US-amerikanischen Haushalten alljährlich knapp vier Milliarden Kubikmeter Wasser verlorengehen und dass es in 10 % der US-Haushalte Leckagen gibt, die täglich pro Haushalt Wasserverluste von rund 350 Liter verursachen. Es ist der mangelhaften Genauigkeit der heutigen Wasserzähler anzulasten, dass derartige Leckagen häufig unentdeckt bleiben.

Messprinzipien der Durchflusszähler

Nach Schätzungen von IMS Research wird der Wasserzähler-Markt bis 2016 auf etwa 120 Millionen Stück pro Jahr expandieren. Die Technik, auf der die meisten installierten Durchflussmesser beruhen, ist inzwischen recht betagt. Die in Durchflussmessern zum Einsatz kommende Messtechnik lässt sich in zwei Kategorien einteilen, nämlich in Verdrängungsmesser und solche Geräte, die die Geschwindigkeit des Volumenstroms messen. Bei Verdrängungszählern wird die Häufigkeit gezählt, mit der ein Kolben in einem Zylinder, einem Reservoir oder einer Membran mit einer bestimmten Volumeneinheit zyklisch gefüllt und entleert wird. Bei der geschwindigkeitsbezogenen Messung wird dagegen die Fließgeschwindigkeit der Flüssigkeit gemessen, um daraus bei bekanntem Rohrdurchmesser auf das Volumen zu schließen. Diese traditionellen mechanischen Zähler haben in den vergangenen Jahrzehnten gute Dienste geleistet. Jetzt aber ist es an der Zeit, auf eine bessere Messtechnik umzusatteln und deren Vorteile zu nutzen.

Die Grenzen mechanischer Durchflussmesser

Ungeachtet ihrer langen Entwicklungsgeschichte unterliegen mechanische Zähler gravierenden Einschränkungen, was die Genauigkeit und die Zuverlässigkeit betrifft. Das Thema Genauigkeit kommt besonders bei geringen Durchflussraten zum Tragen. Die Fähigkeit zum Messen geringer Mengen ist zu vertretbaren Kosten nicht realisierbar. Deshalb messen mechanische Zähler bei niedrigen Durchflussraten zu wenig oder gar nichts.

Problematisch ist auch die Zuverlässigkeit. Mechanische Zähler werden nämlich mit der Zeit immer langsamer, Reibung und Verschleiß verschlechtern ihre Leistungsfähigkeit zunehmend. Deshalb tendieren mechanische Zähler dazu, den tatsächlichen Durchfluss zu gering zu erfassen, und ihre Genauigkeit verschlechtert sich mit der Zeit.